Hanne Luhdo
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Selbstkritik

Es spricht die Frau gelegentlich

zu viel und das ist sicherlich

für einen Mann ganz fürchterlich.

Drum macht er‘s grade andersrum,

er stellt sich einfach taub und stumm,

doch das ist noch viel mehr als dumm. 

 

 

 

Wo bist du?

Ich such dich morgens im Honigtopf

und zwischen Käsescheiben.

Ich such dich mittags im Kaffeesatz

und zwischen Fahndungsschreiben.

Ich such dich abends im Rotweinglas

und find dich nicht - was soll denn das?

 

 

 

 

                                                                                                         

Bescheiden

Es muss ja nicht der ganze Himmel

voller Sterne sein.

wenn Du nur einen runter holst,

würd‘s mich schon sehr erfreun.

 

 

Diese und weitere Gedichte habe ich 2005 in meinem Gedichtband "Ständig unbeständig" veröffentlicht. (Restexemplare sind noch zu haben.) 

In meinem neuesten Buch (Mai 2013) unter dem Titel "Weggeworfen wird nichts" habe ich nicht nur Gedichte, sondern auch Geschichten veröffentlicht.

Man kann sich meine Gedichte auch auf einer CD anhören - mit musikalischer Begleitung von Gert Dunse. (Probehören, wenn Sie mit dem Mauszeiger auf die CD halten.)

                    

  

 

 

Schöpfungsgeschichte FRAU

Der Herrgott schuf die Frau schon lange

zum Gottgedenken an die Schlange.

Er schuf sie häuslich, gleich mit Schürze,

damit sie IHM das Leben würze

mit Rouladen, Bier und Torte -

ohne Aufsehn, ohne Worte.

Er lehrte sie, den Kopf zu nutzen,

um zu waschen und zu putzen –

mit Begeisterung und Schwung,

denn Bewegung hält ja jung.

Sie behütet Haus und Kinder,

füttert Hühner, Pferd und Rinder,

auch den Mann, der hungrig  ist,

nur sich selbst sie meist vergisst.

Deshalb ist sie manchmal gnatzig,

traurig, wütend oder patzig,

stört des Mannes Harmonie

mit Geschrei und Ironie.

Ja, es ist nicht immer lustig,

eher schon ein wenig frustig,

diese Frauen zu ertragen,

doch der Mann muss sich auch fragen,

wie es ohne sie wohl wär?

Vielleicht doch ein bisschen leer?

Deshalb lasst sie, wie sie sind,

stellt euch einfach taub und blind!

Schöpfungsgeschichte MANN

Der Herrgott hat den Mann geschaffen -

zum Gottgedenken an den Affen.

Er schuf ihn sportlich, ganz bestimmt,

jeden Kampf er stets gewinnt.

Fische angeln, Wild erlegen,

ja, das tut er ganz verwegen.

Auch im Boxen und beim Fechten

zählt er niemals zu den Schlechten.

Und so kam’ s, wie’s kommen musste,

was der Herrgott früh schon wusste:

Mann will kämpfen, Mann will siegen

und niemals am Boden liegen.

Er ernährt und schützt die Frau,

er ist stark und mächtig schlau.    

Keiner weiß und kann es besser

und er streitet bis auf das Messer,

um den Letzten zu bekehren

und das Leben zu erklären.

Ja, es ist nicht immer lustig,

eher schon ein wenig frustig,

diese Männer zu ertragen,

doch die Frau muss sich auch fragen,

wie es ohne sie wohl wär?

Vielleicht doch ein bisschen leer?

Deshalb lasst sie, wie sie sind,

stellt euch einfach taub und blind!

 

 

 

 

Nebenbei bemerkt:

Wer nicht über sich selbst lachen kann, sollte öfter in den Spiegel schauen!

Das Reden tut dem Menschen gut, wenn er danach auch etwas tut!

Es reicht nicht, eine Meinung zu haben, man muss sie auch ausdrücken können.

Lieber aus der Firma geflogen - als zum Chef gekrochen.

Lieber 'ne Platte auf dem Dreesch - als 'ne Platte auf dem Kopf!

Lieber dicke Füße vom Laufen - als' n dicken Kopf vom Saufen!

 


facebook: hanne luhdo-dunse | hanneluhdo@aol.com